Wir verlassen Lusaka, dessen Aussenbezirke sich endlos ausdehnen.
Mehrstöckige Häuser gibts hier fast keine.
Warenumschlag erfolgt meist direkt neben der Strasse.
In der Landwirtschaft sind Traktoren immer noch eine Rarität.
Man setzt auf bewährte Transportmittel .
Während im südlichen Afrika hauptsächlich mit Holz gekocht und geheizt wird,
findet man in Sambia nur noch Holzkohle, dafür in Riesenpackungen.
Das dazu nötige Holz ist hier im Gegensatz zu tockneren afrikanischen Gebiete keine Mangelware.
Auf dem Lande fehlen grossenteils Einkaufsläden, wie wir es uns gewohnt sind.
Früchte und Gemüse werden an der Strasse in kleinen Holzbuden angepriesen.
Das Angebot ist recht vielseitig und absolut frisch.
Bevor man fotografieren darf, müssen wir Tomaten, Zwiebeln oder Kartoffeln kaufen.
Die meisten Frauen lassen sich zudem nur ungern fotografieren.
Typisches Strassendorf mitten im Nichts.
Orte dieser Art gibts nur alle 150-200 km, dazwischen nur einige Hütten in Strassennähe..
Kleinhändler an der Tankstelle
Auch Bananen und Popcorn werden für hungrige Fahrer angeboten.
Möbelschreinerei
Bank mit Geldautomaten sind rar und deshalb sehr begehrt.
Viele Sektenkirchen werben um neue Seelen.
Typische Kleinkrämerläden: Verkauft werden Lose und Telefonkarten…
SIM Karten registrieren, Airtime oder Daten Laden geht alles übers Mobiltelefon.
Internet Zugang nicht nötig.
Wir kaufen uns einen 1 GB Data Bundle für knapp 15 CHF und einen Computerstick.
Sambia hat ein ausgezeichnete Abdeckung für Mobilfunk.
Afrikaner verbringen einen Grossteils des Tages mit Warten (z.B. auf den Bus) oder mit Gehen.
Lehmhütten mit Strohdach werden auch heute noch auf dem Lande als Wohn und Lagerraum genutzt.
Neben dem Wohnhaus ein gedeckter Unterstand. Hinten der Bahnhof, an der von Chinesen gebauten Eisenbahnlinie nach Dar es Salaam. Früher wurde alles Kupfererz aus Sambia in die Häfen Tansanias transportiert. Heute fahren nur noch 2-3 Züge pro Woche,
meistens nur für Personenverkehr. Die Reise an den indischen Ozean dauert 48 Stunden, da die Züge in den Nationalparks die sie durchqueren nur langsam fahren dürfen .
Gepäckaufgabe und Billetschalter
Büro des Bahnhofvorstandes
Geleise: kilometerlang schnurgerade
Erdnüssen (ungeröstet) gegen Foto….
Flaches Gelände mit lockerem Baumbestand ist das typische Landschaftsbild in Sambia.
Unfallautos bleiben einfach am Strassenrad liegen.
Abstecher nach Shiwa Ngandu, einer alten Farm.
Zum Ausbessern der durch starke Niederschläge verursachten Strassenschäden wird manuell zerkleinerter Schotter verwendet.
Gerodetes Farmgelände
Eine alte Baumallee auf der Zufahrt zur Farm
Häuschen der Landarbeiter am Eingang der Farm.
Gekocht wird draussen auf einem kleinen Eisengestell mit Schublade für die Glut der Holzkohle.
Bemerkenswert sind die ca 100 Jahre alten selbstgebrannten Dachziegel und Backsteine.
Wasser muss alles am Bach geholt werden
Dann sind wir plötzlich in einem alten Park...
Hinten kommt das Herrschaftshaus zum Vorschein.
Ein Prachtbau im Stile einer toskanischen Villa von 1923, erbaut vom Engländer Sir Gore Brown.
Ursprünglich arbeiteteten bis 1000 einheimische Bembas auf der Farm, die aber wegen schwieriger Bedingungen nie grossen Profit abwarf (sandige Böden, Tsetse Fliegen) . Die Farm war zuerst nur zu Fuss erreichbar,
ca 500 km entfernt von der nächsten Bahnstation. Erst Jahre später wurde in der Nähe die Great Northern Road gebaut, die noch heute die Nord-Süd Hauptverbindung ist.
Sir Gore Brown war ein Gegner des Rassismus und hat viel für die Verbesserung des Lebensstandards der lokalen Bevölkerung gemacht (eigene Schule / Spital)
Die lesenswerte Geschichte von Shiva Ngandu ist im bekannten Buch "The Africa House" von Christina Lamb dokumentiert. Absolut lesenswert um die Geschichte Afrikas besser zu verstehen
Ein Enkel des Gründers, der Teile der Villa noch bewohnt, gibt uns breitwillig Auskunft über das Land und dessen Strassenverhältnisse. Viele Routen sind im Moment nicht passierbar bis zum Ende der Regenzeit.
Die Hausbesichtigung beginnt in der hauseigenen Kapelle.
Das Haus ist noch wie vor hundert Jahren eingerichtet…
Porzellan Geschirr aus England mit Chinesischen Motiven und ein Meissen Service (unten)
Die Bibliothek mit Cheminée, antiken Teppichen und alten Büchern, die leider von Termiten arg zernagt werden..
Der Stolz der Gründer: Jagdtrophäen..
Auch Elefantenstosszähne und Löwenzähne gehören dazu.
Dem Gründer wurde von seinen Arbeitern der Beinamen Chipembele (Nashorn) verliehen, als Zeichen der Anerkennung seines Mutes auf der Jagd.
Die Gräber der Familienangehörigen liegen alle auf einem Hügel mit schöner Weitsicht auf den Shiwa Ngandu, der See mit den königlichen Krokodilen. Heute ein friedliches Gewässer, früher aber von den Einheimischen gefürchtet wegen den riesigen Krokodilen
Im Norden von Sambia herrschen prekäre Strassenverhältnisse, weiche Stellen und viele tiefe Schlaglöcher machen ein schnelles Weiterkommen unmöglich.
Der Strassenbelag ist nur noch in Fragmenten erhalten
Grosse Lastwagen beanspruchen die ganze noch zur Verfügung stehende Strassenbreite und zwingen uns neben der Srasse zu fahren oder einfach anzuhalten bis der Koloss vorüber ist.
Anzumerken ist, dass über 1000 LKW’s jeden Tag, von Tansania kommend, diese Strecke befahren..
Müllabfuhr
Vor der sambischen Grenze rennt ein ganzer Trupp neben dem Camper unserer Tourenleiter her.
Alle wollen uns beraten wie die Grenzabfertigung funktioniert..
chaotisch eben….
Immigrations Büro: Früh übt sich, wer eine gute Schwester werden will.
Verschiedene Früchte werden den Wartenden an der Grenze zum Kauf angeboten.
Lastwagen verstopfen das ganze Zollabfertigungsgelände...
Motorradfahrertruppe aus Südafrika.
Den Strassenverhältnissen entsprechende Anzahl Ersatzreifen sind auf den Anhänger gepackt.
Der Grenzzaun zu Tansania.
Ein schwieriges Unterfangen, dass Schuhe und Saum einigermassen sauber bleiben.
Auf tansanischer Seite blockiert eine wartende Lastwagenkolonne kilometerlang die Gegenspur, somit bleibt für uns und Gegenverkehr nur eine Spur übrig. Das braucht starke Nerven….
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