Wir machen eine 4x4 Tour abseits der Touristenpfade.
Nur 6 Fahrzeuge sind pro Woche zugelassen.
Unser Ranger Rob erklärt uns die Spielregeln in der Wildnis.
Niemand steigt aus dem Fahrzeug oder entfernt sich von der Gruppe,
ohne dass er vorher die Gegend inspiziert hat.
Die Waffe darf nur im absoluten Notfall gebraucht werden.
Wir sind 16 Teilnehmer, 4-77 Jahre alt.
Die drei Familien aus Südafrika sind befreundet oder untereinander verwandt.
Wir sind die einzigen Ausländer, werden aber sehr gut integriert ins Familienleben.
Kommunikation erfolgt in einem Gemisch von Afrikaans und Englisch,
eine gute Uebung für uns, da Afrikaans gar nicht so verschieden ist von Schweizerdeutsch.
Chuchichästli auszusprechen ist kein Problem für Afrikaaner
Der Ranger fährt vorne, ausgerüstet nur mit dem Nötigsten:
Wasser, Zelt, Spaten, Heckenschere und Gewehr...
Ueber 200 km Sandpiste stehen uns bevor.
Solange es eben ist und gerade aus geht, kein Problem.
Ueberall rote Sanddünen, wie wir sie von Sossusvlei in Namibia her kennen,
nur sind sie hier stark ueberwachsen.
Hier die richtige Spur zu finden ist nicht immer einfach, besonders wenn der Wind das hohe Gras verweht...
Erstes Camp unter den Bäumen. Die grosse Braai Party beginnt : Gekocht wird immer gemeinsam.
Erst wird mit hartem duftendem Holz genügend Glut erzeugt, um die riesigen Steaks zu grillieren.
Das Feuer wird ständig neben der Glut aufrecht erhalten, als Schutz vor wilden Tieren.
Bis alles gekocht und gebraten ist, ist es meist schon 9 Uhr ab.
Die Familien sind Baptisten, vor dem Essen stehen alle im Kreis und beten.
Als Zutaten gibts Griess und Ratatouille.
Zum Dessert Lindt Schokolade…..
Trotz Halbwüste gibts Futter für Tiere: Gemsbock Gurke mit Stacheln, die vor vorzeitigem Fressen schützen.
Tsamma Melone: Ein wichtiger Wasserspender für Tier und Buschmänner mit tiefer Saftwurzel.
Wilde Gurke….
mit Fruchtfleisch, wie wir es von den Gurken her kennen.
wunderschöne Savannenlandschaft
Anstieg zur Düne: Der Weg läuft immer im rechten Winkel über die Düne .
Der sandige Untergrund erfordert hohe Anfahrtsgeschwindigkeiten um genügend Momentum zu haben, was bei kurviger Anfahrt (siehe Bild) nicht immer einfach ist.
Auf der anderen Seite gehts sofort meist ebenso steil runter, was sehr langsames und vorsichtiges Fahren erfordert (Rutschgefahr).
Nach der Krete muss deshalb die Geschwindigkeit sofort auf fast Null abgebaut werden. Wer zu früh bremst bleibt oben im Sand sitzen, ohne Möglichkeit von anderen Fahrzeugen Hilfe zu kriegen: Nur Schaufeln hilft weiter.
Der Teufels Dorn: Schöne Blume aber kleine teuflische Dornen als Fressschutz.
Hier heisst es aufpassen, dass man nicht in die Höhlen der Wüstenratten einbricht.
Können sehr gross werden: Kameldorn Baum...
mit Stacheln und typisch sichelförmigen Früchten
In der Ferne eine Salzpfanne, dank Regen sogar etwas grün.
Gemeinsamer Lunch unter einem Baum:
Menü: Speck,Eier und Käse, dazu Griess von gestern.
Heikler langer Aufstieg auf die Düne.
Beschleunigung unten auf 60 Sachen, sonst bleibt man im Endstück im Sand stecken.
Beifahrer und loses Ladegut werden so richtig durchgeschüttelt.
Auch der Guide braucht zwei Anläufe...
Solche Aussichtspunkte müssen eben erst hart erarbeitet werden..
In dieser Savanne mit meterhohem Gras ist es für die Tiere einfach sich zu verstecken
Morgenstimmung: es ist recht frisch und man sehnt sich der Sonne entgegen.
Jeden Morgen muss alles wieder verstaut und fixiert werden.
Nächtlicher Besucher: Frische Hyänenspuren hinter dem Zelt der Jungs...
Endlose Savanne
Jeden Tag muss der Kühler dreimal von Grassamen befreit werden...
Heikler Abstieg im Low Range, da Bremsen nicht erlaubt und Steuern fast wirkungslos.
Der Skorpion betäubt seine Beute mit Gift, für Menschen aber ungefährlich.
Blütenstand der Crinum Lilie.
W
Neben blühenden Lilien sind auch zwiebelartige Fruchtstände zu sehen..
die nach einiger Zeit wie Kot aussehen..
Unser letztes Camp in der Wildnis ist neben einer Wasserstelle.
Camps sind spartanisch eingerichtet: Plumpsklo und Dusche mit Aufhängung für den Wassersack.
Besonders die Klos sind sehr beliebt bei den Geckos. Den Kleinen haben wir unter der Klobrille entdeckt.
Der ideale Ort um Fliegen zu fangen...
Abfallsack und Waschgelegenheit: alles muss mitgebracht und wieder entsorgt werden.
Die Düne hinter dem Camp
Aufstieg zum Sundowner auf die Düne.
Unglaubliche Panoramasicht und Abendstimmung hier oben.
Meistens bilden wir eine Wagenburg mit Zelten und Feuerstelle in der Mitte...
Glückliche Finderin
Letzte Rast unter dem ca 300 jährigen Baum.
Und nochmals eine Düne und dann ist es geschafft.
Wir sind zurück wieder im Nossob Tal.
Danke liebe Freunde, es war ein schönes Gemeinschaftserlebnis
Wilde Tiere:
Wer viele Tierbilder erwartet hat muss ich enttäuschen:
Die Zahl der Tiere ist hier in dieser trockenen Halbwüste mit nur wenigen Wasserlöchern viel geringer als unten im Nossob oder Auob Flusstal und zudem sind die Tiere sehr scheu, da nicht an Autos und Menschen gewöhnt.
Die Elandantilopen, Gemsböcke, Springböcke, Kudus, Erdmännchen, Schakale und und und sind sofort auf der Flucht sobald ein Auto erscheint und somit für Photographen schwierig aufs Bild zu kriegen.
Hallo Judy und Dani. Wir geniessen Reise mit Euch. Barbara ist ganz begeistert und möchte am Liebsten gleich zu Euch stossen. Ich versuche jetzt direkt ins Blog zu schreiben. Hoffentlich gelingt es.
AntwortenLöschenHier ziemlich kalt und Regen. Morgen sollte sich das Wetter bessern.
Liebe Grüsse
Andreas