Wir fahren entlang den Bahngleisen resp. Telefonmasten von Aus Richtung Lüderitz.
100 km, fast nur Wüste. Ab und zu eine Bahnstation, an der seit langem kein Zug mehr abgefertigt wurde.
Die Bahn wurde in den 80er Jahren eingestellt. Heute sollen die Gleisanlagen wieder erneuert werden.
Ein paar Sukkulenten geben der Landschaft etwas grüne Farbe
Dann die ersten Dünen aus staubfeinem Sand, die sich im Windschatten der Pflanzen ablagern.
Diese grosse Wanderdüne schafft für den Bahnbetrieb ernsthafte Probleme.
Der Gleisneubau ist buchstäblich kurz vor Lüderitz versandet.
Kolmannskuppe, ein Ghost-Städtchen das während des Diamanten Fiebers um 1900 in der Wüste gebaut wurde.
Diamanten lagen anfänglich direkt auf dem Wüstenboden und mussten mühsam auf dem Bauch liegend zusammengesucht werden.
Die Diamanten werden bis heute im Tagbau im riesigen streng kontrollierten Sperrgebiet der Namib Wüste gewonnen und gewaschen, mit Maschinen die vor 100 Jahren entwickelt wurden.
Im Bild die City mit der Ladenstrasse, heute massiv vom Sand bedroht.
Die Wohnhäuser der Arbeiter liegen etwa 20 km von hier.
Die Leute wurden mit einer von Mauleseln gezogenen Grubenbahn hin und her transportiert.
Im Zentrum das Casino mit Festsaal und Bühne. Es wurde ja auch richtig Geld verdient .
Den Arbeitern musste neben dem harten Job in fast unerträglich heissem Klima etwas geboten werden.
Der Saal wurde auch als Turnhalle gebraucht.
Im Untergeschoss die Kegelbahn
Selbst die Wandmalereien (Originalzustand) wurden auf die Verwendung des Raums abgestimmt.
Ein modern ausgerüstetes Krankenhaus wurde erstellt.
Der Röntgenapparat wurde auch zum Durchleuchten der Arbeiter nach der Arbeit gebraucht...
Die Stube des Ladenverwalters: guter Jugendstil, hier liess sich leben.
Das Restaurant ist heute noch im Betrieb.
War in der Hitze äusserst wichtig: Eismaschine von Linde. Die Eisblöcke wurden jeden Morgen oben in die Kühlschränke gelegt, unten lagerte man Fleisch und Milch.
Alles Wasser wurde vom nahen Lüderitz gebracht.
Lüderitz, ehemals das Einfallstor für die Deutsche Kolonialisierung.
Heute ein kleines Städtchen mit nur wenig Industrie, das eher isoliert ist.
Wir versuchen Geld zu wechseln: In 3 Banken insgesamt 1 h gewartet:
Resultat 0. Der Automat gibt uns wenigstens für 150 CHF Namibdollars….
Die Felsenkirche (hinten) und einzelne Bürgerhäuser in deutschem Stil prägen das Bild.
Buntes Treiben am Samstag, Eltern sind am Einkaufen, die Kinder entwerfen eine Wandbemalung.
Gutes Warenangebot aber eine Unmenge an Leuten..
Der kleine Hafen dient der Versorgung des Hinterlandes bis nach Keetmanshoop. (Bahnlinie)
Strassennamen und Gräber zeugen von der Deutschen Vergangenheit.
Heute leben hier nur noch sehr wenige Deutsche.
Flughafen mit Sandpiste.
In Goab grasen ein paar Wildpferde.
Die Pferde sollen vor 100 Jahren aus deutschen Gestüten entwichen sein und entwickelten sich zu einer sehr genügsamen und widerstandsfähigen Rasse, die nur alle 2-3 Tage Wasser braucht.
Unterwegs besuchen wir eine Farm mit Lodge und kleinem Laden.
Spezialitäten im Angebot sind getrocknetes Kudu und Springbockfleisch.
200 km von Aus nach Keetmanshoop, äusserst flach und meistens schnurgerade.
Wir begegnen keinen zehn Autos unterwegs.
Unser Uebernachtungsplatz im Quivertree Wald:
Der Köcherbaum ist eigentlich gar kein Baum, da zu den Aloen gehörend.
Typisch in dieser Gegend: der Boden ist übersät mit grossen runden Steinen.
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