Sonntag, 18. Mai 2014

33. Tsavo N.P. - Nairobi / Kenia

Wir verlassen den indischen Ozean auf der Hauptstrasse  Mombasa-Nairobi.
Die Fährüberfahrt und die Durchquerung von Mombasa verlangen vom Fahrer einiges Geschick, da in diesem Verkehrschaos fast keine Verkehrsregeln / Ampeln respektiert werden. Die vielen Checkpoints an den Ausfallsstrassen blockieren zusätzlich den Verkehrsfluss.
Die Strasse über Land ist in sehr gutem Zustand, aber die Hunderten von Lastwagen, die teilweise mit nur10 km/h die leichten Steigungen hochfahren machen ein Fortkommen auf der zweispurigen Strasse sehr mühsam.  

 

DSC 5150

 Wir sind im Tsavo  N.P. , einer der grossen Tierparks , der bis zum Kilimanjaro reicht und durch die Nairobi-Mombasa Road in einen West und Ostteil gespalten wird.

DSC 5156

Blick von der Tsavo Lodge: unendliche Weite der afrikanischen Savanne mit ein paar wenigen Wasserstellen.
Im Gegensatz zum tropischen Urwald an der Küste kriegt die Savanne viel weniger Niederschläge und die Temperaturen sind auf 1400m  ebenfalls moderater .

 

DSC 5160

Der Park ist bekannt für seine „roten" Elefanten.
Sobald der Schlamm der typischen roten afrikanischen Erde auf der Haut eintrocknet, scheinen  die Elefanten in leuchtendes Rot getaucht.

DSC 5166

Junger Bulle

DSC 5170

Das Wasserloch wird auch von Büffeln benutzt

DSC 5171

 

DSC 5175

DSC 5183

 

DSC 5186

Selbst das Fell der Zebras hat einen Rotstich...

 

DSC 5193

Wasserspiele  des Elefantennachwuchses.

 

DSC 5200

DSC 5206

Büffelherde im Anmarsch. Zum Glück sind wir im Jeep gut geschützt.

 

DSC 5203

Gelb-Nacken Hühner

DSC 5210

Elefanten migrieren je nach Jahreszeit über grosse Distanzen. Sie benutzen auf ihren Wanderungen immer die gleichen  Trampelpfade oder Strassen um besser vorwärts zu kommen.

 

DSC 5211

Bulle: die Stosszähne werden bis 3m lang.
Kein Wunder dass es immer wieder zu Wildereien kommt.
Trotz Überwachung im Park sind im vergangenen Monat zwei der sehr selten gewordenen Nashörner getötet worden.

 

DSC 5220

DSC 5223

Der 2 km lange nackte Felsrücken gehört zum afrikanischen Urgestein (Präkambrium).
Er bildet eine natürliche Barriere für das Wasser.
Die Jäger haben früher diesen Ausguck genutzt, um zu Jagen und nachher das zerteilte Fleisch
auf den Felsen zu trocken.

 

DSC 5226

Die beiden Löwinnen ziehen sich nach dem Besuch des Wasserlochs in die nahen Hügel zurück.
Ihre Tarnung in der Savanne ist beinahe perfekt. 

 

DSC 5228

 

DSC 5230

 

 Nairobi  (3 Mio):
Eigentlich wurde die Destination Nairobi wegen der aktuellen politischen Lage aus dem Tourplan gestrichen.
Wir müssen aber trotzdem hin: Judith hat wahrscheinlich von einem Mückenstich eine schwere Infektion im rechten Bein gekriegt.
Hohes Fieber, akute Gliederschmerzen, Erbrechen und Durchfall sind nicht ideal beim Campieren. 
Zusätzlich kann man schwere Erkrankungen wie Malaria und Dengle hier nie ganz ausschliessen. 

IMG 1522

Im Busch muss man sich zu helfen wissen.
Die Elektrolytlösung hilft nach starkem Erbrechen den Magen zu stabilisieren und den Wasserverlust  zu kompensieren. 

Ueber einen Anruf bei der Schweizer Botschaft erhalte ich trotz Wochenende die besten Spitaladdressen in Nairobi, das 320 km entfernt ist. Eine mühsame 7- stündige Fahrt  mit Schmerzen….

 

IMG 1524

In der Notfallstation des grossen Nairobi Hospitals wird Judy problemlos aufgenommen und untersucht.

Dank der heutigen schnellen Bluttests  wird die  Diagnose  rasch bestätigt. Kortison und Breitbandantibiotika lindern rasch das Fieber und die starke Schwellung und Rötung bilden sich langsam zurück.

Die schweizerische Botschaft erkundigt sich am Abend über den Zustand der Patientin und bietet ihre Hilfe an…. 

 

IMG 1531

Jetzt ist Rekonvaleszenz angesagt: Judith im Spital, ich im Hotel Silverspring vis a vis.
Ein bisschen unfair ...

IMG 1538

Hotel und Spital sind stark bewacht, macht Euch also keine Sorgen.

Die Infektion ist besiegt, aber die Entzündung und Schwellung gehen nur langsam zurück.

Der hiesige Stationsarzt und die Tropenärztin der Rega raten wegen Thrombosegefahr und  weiterhin hohem Infektionsrisko  von einer Fortführung der Safarireise ab.

 

IMG 1535

Judy wird am Wochenende in die Schweiz repatriiert.

Eine erstaunlich gut funktionierendes internationales Network macht dies möglich. Die Krankenkasse  gibt Auftrag der Rückführung an Medicall, die involvieren die Rega für medizinische Abklärung und Flugreservation. Rega gibt Reisekosten an  TCS weiter (ETI Schutzbrief).
Lokale Spitalkosten zahlt die Versicherung von AMREF (Flying Doctors) Kenia, ein Partner von Medicall….

 

IMG 1536

Kleider von Judy die nicht benötigt werden nimmt eine Obdachlose gerne .
In Nairobi gibts nebst eleganten Wohnvierteln auch Slums... 

 

Ich werde mich am Sonntag wieder mit unserer Gruppe treffen um das Auto nach Windhoek zurückzubringen.

 

 

 

Montag, 12. Mai 2014

32. Mombasa / Kenia

DSCN1529

Fahrt durchs Grenzgebiet von Tansania und Kenia.
Fast tropische Verhältnisse, mit vielen Palmen und Bananen, es ist nur schwach besiedelt.

 

DSCN1525

Die Hütten wie vor 100 Jahren aus Holz, Lehm und einem Dach mit Palmblättern. 

 

DSCN1513

 

DSC 6713 

Sisal: früher ein wichtiges Anbauprodukt, heute neben Plastik nur noch selten anzutreffen.

 

DSCN1514

 

Die Grenze :

DSC 6786

Das übliche Gedränge am Zoll, doch das Verlassen von Tansania ist einiges einfacher als einzureisen.

 

DSC 6823

 

Der kenianische  Zoll: nicht ganz so idyllisch wie die Landschaft. Peinlich genaue Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen  zeigen die angespannte Lage. Der Zoll verweigert uns die Einfuhr der Fahrzeuge, da wir kein Carnet de Passage haben.
Alles Diskutieren mit der Zollbehörde in Mombasa hilft nichts. Nach 10 Stunden abwarten, lassen wir unsere Fahrzeuge am Zoll und fahren mit dem Bus ins Hotel in Mombasa...

 

DSCN1606

Wir sind südlich von Mombasa im Baobab Hotel am indischen Ozean:
Sauberer, flacher Sandstrand und warmes Meerwasser.

 

DSCN1537

Das Ferien Ressort  wurde auf einem alten Korallenriff gebaut.

 

DSCN1542

Krabben schätzen das poröse Gestein.

 

 

DSCN1618

Freie Sicht aufs Meer, weit aussen das Korallenriff, an dem die grossen Wellen brechen.

 

Afr1441 regenwald

Das schöne Wetter trügt, 3 bis 4 mal regnet es heftig pro Tag.
Die Regenzeit ist definitiv noch nicht  vorbei ...

 

DSCN1608

Relaxen am Pool unter Palmen und riesigen Baobab Bäumen.
Animatoren organisieren für zwischendurch Wassergymnastik, Wasserball, ein Boccia- oder Bao-Spiel ….
 

DSCN1617

Auch Kamelreiten am Strand gehört zum Angebot

DSCN1620

 

Stadtbesichtigung Mombasa

 DSCN1545

Das Wahrzeichen der Stadt.
Die Zeiten als hier noch Elefanten gejagt wurden liegt lange zurück.

 

DSCN1547

 

DSCN1549

Im Stadtpark: Teak Baum mit Fledermäusen

 

DSCN1553

Erster Hindutempel ausserhalb Indiens, vor 60 Jahren erbaut.
In Mombasa und Malindi leben viele Inder, die hauptsächlich Handel betreiben.

 

DSCN1552

Im Tempel: Frauen und Männer beten in getrennten Hallen.

 

DSCN1554

Die alte Markthalle: immer noch der beliebteste Gemüse, Früchte und Fleisch Umschlagsplatz.

 

DSCN1557

Händler auf Kundschaft wartend.
Die junge Katze sucht ein paar Abfälle zu ergattern. 

 

DSCN1559

Auch am Sonntag: Dichtes Gedränge.

 

DSCN1574

Im Schnitzerdorf: Kooperative mit einfachsten Werkstätten für die Männer

DSCN1573


Verwendet werden Rosen-, Ebenholz oder Teak für Elefanten, Löwen, Giraffen etc.
Jeder hat einen festen Arbeitsplatz und eigene Werkzeuge.

DSCN1572

DSCN1570

Unglaublich wie feine Details mit simplen Hacken herausgearbeitet werden.

 

DSCN1576

Die Kunstwerke werden von den Frauen dekoriert und im gemeinsamen Showraum ausgestellt.
Die bis zu 3m hohen Giraffen, aus einem Stamm gefertigt, sind sehr dekorativ, aber etwas schwierig im Handgepäck nach Hause zu nehmen.
 

DSCN1586

TucTuc’s: beliebte Transportmittel im dichten Verkehr

 

DSCN1579

Die Altstadt von Mombasa 
Stattliche Häuser als Zeugen besserer Zeiten

DSCN1580

Lauschige Gassen

 

DSCN1584

und schmucke Häuser mit Balkonen und wunderbar geschnitzten Türen

 

DSCN1585

DSCN1589

Träger im alten Hafen von Mombasa: 100 kg Tee auf dem Rücken...

DSCN1590

Das hölzerne Schiff wird vollständig von Hand beladen.
Die edle Fracht soll nach Djibouti gebracht werden.

 

DSCN1588

Wasserverkäufer: selbst in Mombasa gibts nicht überall fliessendes Wasser.

 

DSCN1594

Kartoffeln, bereit zum Verschiffen: Die Säcke wiegen über  100 kg

 

DSCN1597

DSCN1598

Altes Minaret: 60 % der Bevölkerung sind Muslime.

 

DSCN1602

Fort Jesus: die Festung wurde von den Portugiesen um 1600 erbaut. Portugiesen,  Sultane von Oman und Briten wechselten sich mehrmals ab als Besetzungsmacht in der bewegten Geschichte von Mombasa.

 

DSCN1603

 Herstellung von Pommes Chips aus Maniok, alles auf dem Trottoir.